Geldanlageformen

Es lacht doch sicherlich jedem das Herz, wenn am Jahresende die Kontoauszüge der Anlageprodukte wie Konten, Sparbücher und Ähnlichem ins Haus flattern und die hohen Zinsen gutgeschrieben werden. Natürlich will jeder möglichst hohe Rendite mit möglichst geringem Aufwand und Risiko auch etwas zu verlieren. Deshalb lohnt es sich, die am Markt befindlichen Produkte genau unter die Lupe zu nehmen und auf ihre Rendite und ihr Risiko hin zu vergleichen. Denn nur wer vergleicht kann sicher sein, sein Geld in gute Hände zu legen wo man am Ende auch das bekommt, was einem vorher versprochen wird. Doch was ist die beste Vorgehensweise?

Angebote sichten - Risiko bewerten

Zuerst holt man sich einen oberflächlichen Überblick über die Anlagemöglichkeiten die zur Verfügung stehen. Angefangen von Sparbüchern, Giro- bzw. Tagesgeldkonten, über Bausparvarianten und Festgeldanlagen bis hin zu Aktien und Fonds. Danach überlegt man, welches Risiko man bei der Veranlagung eingehen möchte. Im Allgemeinen können riskantere Produkte natürlich mehr Gewinn erwirtschaften als risikolose Formen, aber wenn etwas schief geht, kann schon mal ein dickes Minus am Jahresende rauskommen.

Unser Tipp: Das zu veranlagende Geld in unterschiedlich große Teile aufspalten. Je höher das Risiko, umso kleiner der Veranlagungsbetrag.

Sparbuch, Giro- & Tagesgeldkonten

Das altbekannte Sparbuch in seiner ursprünglichen Form ist schon fast nicht mehr zu finden bzw. wird eigentlich auch nicht mehr benötigt. Viele Direkt- & Onlinebanken bieten bereits auf ein normales Giro- oder Tagesgeldkonto hohe Guthabenszinsen die den Vergleich mit den Sparbuch-Zinsen nicht scheuen müssen. Daher lohnt es sich durchaus diesen Bereich gemeinsam zu betrachten. Denn wozu soll ich ein eigenes Sparbuch anlegen und zusätzlich sogar noch für mein Girokonto monatliche Gebühren bezahlen wenn ich beides zusammen sogar kostenlos haben kann? Das Risiko bei dieser Anlageform ist gleich null, Bindefristen für das Kapital gibt es kaum, daher ist das Geld jederzeit verfügbar.

Unser Tipp: Suchen Sie sich ein Girokonto ohne monatliche Mindesteinlagen mit möglichst hohen Guthabenszinsen und sparen dadurch zusätzlich Kontoführungsgebühren. Ein zusätzliches Tagesgeldkonto zahlt sich meistens erst für Beträge aus, die länger als ein paar Tage am Konto liegen würden, die aber dennoch nicht mit einer Bindefrist versehen werden sollen.

Bausparen & Festgeldkonten

Auch in dieser Kategorie ist das finanzielle Risiko bei Null. Allerdings haben die im Vergleich zu Tagesgeldprodukten höheren Zinsen einen Schönheitsfehler: Mindesteinlagen & Bindefristen. Schlagworte die auf den ersten Blick harmlos klingen doch bei näherer Betrachtung für ungemach sorgen können. Sollte man das veranlagte Geld dringend benötigen senken vorzeitige Auszahlungsanforderungen innerhalb der Bindefrist den Zinssatz meist so stark, dass man weniger Gewinn erhält als wäre es weiterhin am Tagesgeldkonto verlangt gewesen. Daher sollte man in diesem Bereich nur Geld für längerfristige Ansparungen anlegen, wo die ungefähre Höhe der Kosten und der Zeitpunkt des Kaufes bekannt sind. (z.B.: Hauskauf, Autokauf, Renovierungen, etc.) Kurzfristig benötigtes Geld sollte besser ohne Bindefrist veranlagt bleiben. Natürlich gibt es zu den höheren Renditen einen weiteren Vorteil:  Wärend der Bindefrist ist der Zinssatz konstant, somit kann man schon am Beginn genau ausmachen, wieviel Gewinn man am Ende erwirtschaftet hat.

Unser Tipp: Festgeld nur für Geld verwenden, wo eine Verwendung garantiert erst nach der Bindefrist eintritt. Zusätzlich sollten Sie bei fallenden Leitzinsen möglichst lange Bindefristen, bei steigenden Leitzinsen möglichst kurze Bindefristen vereinbaren.

Aktiendepods & Investmentfonds

Bei Aktiendepods und Investmentfonds handelt es sich wohl um die risikoreichsten Anlageformen die man als Laie in betracht ziehen sollte. Hier ist es besonders ratsam sich auf Investmentfonds (kurz Fonds) zu beschränken, da hier eine breitere Produktpalette gekauft wird und man sich nicht täglich selbst um die Ein- & Verkäufe von Aktien kümmern muss. Ausserdem kann man auf das Fachwissen der Fonds-Manager vertrauen die natürlich versuchen die Rendite zu steigern. Auf eigene Aktiendepods sollte man sich erst einlassen, wenn man sich mit der Materie sehr detailiert ausseinandergesetzt hat, denn selbst langjährige Börsenprofis haben schon viele Millionen Euro verspekuliert. Prinzipell sollten Sie nie ihr gesamtes Erspartes in Aktien und Fonds anlegen, da die Börse vielen Schwankungen unterliegt und man daher öfters mal ein paar Monate oder Jahre länger warten sollte damit man nicht gerade in einer schlechten Zeit aussteigt und dadurch hohe Verluste entstehen können. Wenn man als Laie auch am Aktienmarkt mitmischen möchte sollte man versuchen in möglichst große und bekannte Unternehmen (sogenannte Blue Chips) zu investieren, da hier die Schwankungsbreite nicht so stark ist und man vor allem an den Dividenten verdienen kann. Ausserdem lohnt es sich öfters in Unternehmen die frisch an die Börse gehen zu investieren (Junge Aktien zeichnen), da hier der Preissprung zwischen Ausgabepreis und Handelspreis innerhalb der ersten Tage meistens besonders groß ist.

Unser Tipp: Für besonders riskante Spekulationen verwenden Sie nur die Menge an Geld, welche Sie bei einem Verlust auch finanziell ohne Probleme verkraften können. Nicht umsonst wird die Börse oft mit einem Casino verglichen.

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